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Was als Dieselgate begann, wurde für VW schnell zum rechtlichen Fiasko mit zahlreichen Nebenschauplätzen. Sind Sie vom VW Abgasskandal betroffen? Man kann die Frage kaum noch konkret beantworten, denn so recht weiß keiner, wer eigentlich betroffen ist.

Wir haben den Abgasskandal für Sie in seinem vollständigen Ausmaß aufbereitet.

Übergreifende Dimensionen: Welche Modelle sind vom VW Abgasskandal betroffen?

Betroffen vom anfänglich fast harmlosen Dieselgate sind alle Modelle von VW, die mit dem Motortyp EA-189-Turbodiesel ausgestattet sind. Das Triebwerk von Volkswagen ist in der Euro-Norm 5-Variante mit einer manipulierten Software verbaut. Modelle mit dem EA-189-Motor erkennen, ob sich der Wagen auf dem Prüfstand oder normalen Betrieb auf der Straße befindet. Je nach dem passt er seinen Stickoxid-Ausstoß an. Diese manipulierte Abgasreinigung betrifft nahezu alle 2.0 bzw. 1.6 TDi-Modelle von 2008 bis 2013. Ferner zählen auch 1.2 TDi-Modelle dazu. —

Das bedeutet: Erfüllt Ihr Fahrzeug nach Händler- und/oder Herstelleraussage die Euro-5-Norm, sind Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit vom VW Abgasskandal betroffen. Anhand der Fahrgestellnummer (welche dem Fahrzeugschein der Zulassungsbescheinigung 1 zu entnehmen ist) erfahren Sie auch bei VW mehr.

Weltweit nehmen rund 11 Mio. Fahrzeuge mit der Schummelsoftware des EA-189-Typs am Verkehr teil, allein auf deutschen Straßen sind es etwa 2,5 Mio. betroffene Diesel. Neben der Stammmarke VW, sind auch übergreifend Tochterkonzerne wie Audi, Seat oder Skoda betroffen. In unserer Übersicht haben wir alle betroffenen Modelle für Sie zusammengestellt.

Volkswagen-Modelle

  • VW Amarok (Baujahr bis 2012)
  • VW Beetle
  • VW Caddy (Baujahr bis 2012)
  • VW Jetta
  • VW Golf
  • VW Passat
  • VW Sharan
  • VW Tiguan
  • Audi-Modelle:

  • Audi A1
  • Audi A3
  • Audi A4
  • Audi A5
  • Audi A6
  • Audi Q3
  • Audi Q5
  • Audi TT
  • Skoda-Modelle der Baujahre 2009-2013:

  • Skoda Fabia
  • Skoda Octavia
  • Skoda Roomster
  • Skoda Superb
  • Welche Seat-Modelle im Einzelnen vom Abgasskandal betroffen sind, ist unklar. Schätzungen zufolge handelt es sich um etwa 700.000 Fahrzeuge in Deutschland. Rückgerufen wird derzeit der aber der Seat Exeo.

    Übrigens: V6- sowie V8-TDI-Motoren sowohl mit EU-5 als auch EU-6-Zulassung sind nicht vom Abgasskandal betroffen. Ebenso 1.6 und 2.0 TDI-Motoren des Typs EA-189 mit Euro-6-Norm.

    Rückrufaktion im Abgasskandal: Was passiert in der Werkstatt?

    Haben Sie von Volkswagen einen Brief mit einem Termin für einen Werkstattbesuch erhalten, wird bei den 1.6-Liter-EA-189-Motoren ein sog. Strömungstransformator befestigt. Dieser befindet sich dann vor dem Luftmassenmesser, welcher durch den Einbau des Transformators an Messgenauigkeit zunehmen soll.

    Zudem wird ein Software-Update durchgeführt. Nach Aussagen von Volkswagen belaufen sich die angekündigten Maßnahmen in der Werkstatt auf weniger als eine Stunde.

    Die 2.0-Liter-Aggregate sowie die betroffenen 1.2-Liter-Motoren (Diesel) erhalten zudem ebenfalls ein Software-Update. Auch hier geht man von maximal einer halben Stunde für Nachbesserung aus. Gleiches gilt für Audi, Seat und Skoda.

    Volkswagen setzt rund 3 Mio. Kunden unter Druck: Gewährleistungsfrist endet Ende 2017!

    Volkswagen bricht zuletzt mit seinen Kunden: Der Konzern ist am Ende seiner Kulanzbereitschaft angekommen und kündigte das Auslaufen der Gewährleistungsfrist zum 31.12.2017 an. Damit setzt der Automobil-Riese seine rund 3 Mio. geschädigten Kunden massiv unter Druck. Denn bis 31.12.2017 sollten dann jegliche Ansprüche gegenüber der Volkswagen AG angemeldet werden. Danach verfallen alle Gewährleistungsansprüche.

    Rechtlich setzt am 31.12.2017 die gesetzliche Verjährung von Gewährleistungsansprüchen ein. Gemäß § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB endet diese Frist nach zwei Jahren.

    Mit dem Ende der Gewährleistungsfrist setzt Volkswagen sich neuem Ärger aus. Nicht nur betroffene Kunden, auch Anleger fordern jetzt noch Schadenersatz (u.a. wegen Wertverlust der Aktien). Darüber hinaus laufen Ermittlungen werden Betruges gegen den Auto-Konzern.

    Sichern Sie sich also schnellstmöglich Ihre Ansprüche gegen Volkswagen, bevor sie restlos verfallen. Klagen gegen VW erweisen sich nach derzeitiger Rechtsprechung als äußerst aussichtsreich. Diverse Landgerichte entschieden zugunsten von Käufern. Gegenstand der Klagen waren u.a. Sachmangel und arglistiger Täuschung.

    Wir von der Kanzlei Mingers & Kreuzer helfen Betroffenen im Abgasskandal gerne weiter. Wir übernehmen für Sie die Gespräche mit der Gegenseite und sind Ihre rechtliche Vertretung vor zuständigen Gerichten.
    Vereinbaren Sie noch heute einen Termin — wir sind bundesweit für Geschädigte im Dieselgate im Einsatz und kämpfen für Ihr Recht!