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Die Hiobsbotschaften für VW nehmen kein Ende: Jetzt fordern EU-Fahnder die Überprüfung von Krediten des Wolfsburger Autobauers. Berichten zufolge soll Volkswagen einen monströs hohen Kredit für saubere Motorentechnik zum Anlass genommen haben, die illegale Schummel-Software entwickeln zu lassen.

Zur Entwicklung und zum Bau von sauberen Dieselmotoren hat Volkswagen für rund 400 Mio. Euro einen EU-Kredit beantragt. Genutzt hat der Autohersteller die ausgeschütteten Kredite allerdings zur Entwicklung der illegalen Steuerungssoftware. Die Antibetrugsbehörde der EU (sog. Olaf) fordert nun weitere Ermittlungen. Der Vorwurf hier: Zweckentfremdung von finanziellen Mitteln.

EU-Antibetrugsbehörde ermittelt: VW weist Vorwürfe zurück

Konkret soll es um Vorwürfe gehen, die sich gegen zwei Mitarbeiter von VW richten. Ihnen wird hierin zur Last gelegt, dass bei Aushandlung des EIB-Kredits über 400 Mio. Euro 2008 bewusst laufende Arbeiten zur illegalen Abschalteinrichtung verschleiert wurden. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde das sog. defeat device im Abgasskandal von Volkswagen bereits entwickelt.

Seitens der Europäischen Investitionsbank (EIB) forderte man ebenfalls aktive Schritte gegen VW einzuleiten. Zurzeit hat man jegliche Geschäftsbeziehungen zu VW stillgelegt.

Der Volkswagen-Konzern selbst weist alle Vorwürfe zu einem zweckentfremdeten Millionen-Kredit entschieden zurück. Finanzielle Mittel, die von der Europäischen Union empfangen wurden, wurden zweckmäßig verwendet. Gleiches gelte auch für Kredit der EIB.

Update im Abgasskandal: Dieselgipfel endet — VW wartet mit Umstiegsprämie auf

Nach dem Dieselgipfel heute in Berlin, erwarten vor allem Geschädigte im VW Abgasskandal, dass mehr Bewegung in die gerichtlichen Verfahren kommt, die gegen den Wolfsburger Autobauern geführt werden.

Volkswagen soll einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität leisten — so das Plenum. Etwa vier Millionen betroffene Fahrzeuge sollen nun ein Software-Update erhalten. Die Nachrüstung zur Abgasreinigung soll für Kunden kostenlos sein. Auch Audi, Seat und Skoda wollen europaweit zahlreiche Autos nachrüsten lassen. Anstoß auch hier: die drohende Stilllegung und die Diskussion um Diesel-Fahrverbot (wie in Stuttgart ab 01.01.2018).

Umstiegsprämie: Infos folgen

Neben den kostenlosen Updates und Umrüstungen, soll VW zudem eine Umstiegsprämie anbieten. Diese soll Diesel-Fahrer (älterer Modelle) dazu motivieren auf umweltfreundliche Fahrzeuge umzusteigen.

Sie sind auch betroffen vom VW Abagsskandal? Wir bieten Ihnen kostenlose Erstberatung zu Ihren Rechten und Möglichkeiten, die Sie gegen den Wolfsburger Autokonzern geltend machen können. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin an einem unserer Kanzleistandorte — wir sind bundesweit für Sie als Geschäftige im Dieselskandal mit unserem rechtlichen Rat und unserer Erfahrung da!