Unverbindliche Info-Hotline : 0228 / 184 969 42

Rechtsanwalt in Bonn für Kündigungsschutz

Eine Kündigung ist für Arbeitnehmer gefürchtet. Um gegen möglicherweise haltlose oder rechtswidrige Kündigungen zu schützen, hat der Gesetzgeber das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) entwickelt. Darin wird u.a. die Wirksamkeit von ordentlichen Kündigungen reguliert. So dürfen Kündigungen nur dann als wirksam gelten, wenn die Kündigungsgründe dem Kündigungsschutzgesetz zu entnehmen bzw. diesem entsprechen. Zu unterscheiden sind hier personen-, verhaltens- und betriebsbedingte Kündigungen. Erstere sind auf den Arbeitnehmer bzw. dessen Person und Verhalten am Arbeitsplatz oder gegenüber anderen Mitarbeitern zurückzuführen. Die betriebsbedingte Kündigung hingegen begründet sich z.B. auf möglicher Schieflage des Unternehmens durch eine etwaige Insolvenz und damit verbundenen Entlassungen.

Darüber hinaus legt das Kündigungsschutzgesetz fest, dass nur eine Wirksamkeit der Gesetzmäßigkeiten nur dann gelten, wenn das Unternehmen mehr als zehn Angestellte beschäftigt. Der Kündigungsschutz gilt ferner, wenn ein sachlicher und räumlicher Zusammenhang im Arbeitsverhältnis besteht. Eine kürzere Unterbrechung schadet dem Arbeitnehmer in solchen Fällen nicht. Entspricht die Ausgangslade des Arbeitnehmers diesen Anforderungen, kann ihm nicht ohne die Nennung von triftigen Gründen gekündigt werden. Um festzustellen, welche Situation genau vorliegt und ob Sie als Arbeitnehmer mithilfe des Kündigungsschutz gegen die Kündigung wehren können, erläutern unsere Rechtsanwälte am Standort Bonn u.a. gerne umfassen für Sie. Weiterhin prüfen wir, ob der Gang vor ein zuständiges Arbeitsgericht erfolgversprechend ist und ein Kündigungsschutzprozess Bestand hätte.

Unsere Anwälte für Kündigungsschutz in Bonn

Gemeinhin bedeutet der Kündigungsschutz nicht etwa, dass man als Arbeitnehmer nicht gekündigt werden kann. Dennoch müssen Arbeitgeber strenge Auflagen erfüllen, um einen unliebsamen Mitarbeiter tatsächlich kündigen zu können. Gründe personen-, verhaltens- oder betriebsbedingter Natur müssen zwingend vorgelegt werden und beweisbar sein, damit sie in einem möglichen Kündigungsschutzprozess angenommen werden. Neben einer ordentlichen Kündigung, die den geltenden Voraussetzungen gemäß KSchG entspricht, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit eine außerordentliche Kündigung anzustreben. Auch hier müssen wichtige Gründe oder unüberbrückbare Differenzen zugrunde liegen.

Grundsätzlich genießen nur Arbeitnehmer den Kündigungsschutz, die sechs Monate in einem ununterbrochenen Arbeitsverhältnis gestanden haben und dieser Betrieb nicht weniger als zehn Mitarbeiter hat, somit ein Kleinbetrieb ist. Auszubildende fallen aus dieser Aufzählung heraus. Auch steht die Frage noch offen, ob Leiharbeitnehmer über die mindestens zehn Mitarbeiter hinaus umfasst werden müssen. Gemäß eines jüngsten Urteils durch das Bundesarbeitsgericht (Urteil aus 2013) gelten auch Leiharbeitnehmer zur Mitarbeiteranzahl, sodass der allgemeine Kündigungsschutz für hier gekündigte Arbeitnehmer Anwendung findet.

Hilfe bei Fragen zum Kündigungsschutz durch unsere Rechtsanwälte in Bonn

Entscheidend beim Kündigungsschutz für den Arbeitnehmer ist zudem das Bestehen eines Betriebsrates. Vor Ausspruch einer Kündigung ist der Arbeitgeber verpflichtet den Betriebsrat anzuhören, so besagt es das Betriebsverfassungsgesetz. Der Betriebsrat hat bezüglich einer anstehenden Kündigung bzw. im Rahmen von personellen Fragen und Entscheidungen Mitbestimmungsrecht. Ohne die Anhörung des Betriebsrates ist eine Kündigung nicht wirksam. Der Betriebsrat muss der Kündigung allerdings nicht zustimmen, er muss lediglich frühzeitig darüber informiert worden sein. Kündigungen scheitern hier häufig an den strikten Vorgaben durch den Gesetzgeber. Fragen zum Kündigungsschutz beantworten unsere Anwälte am Standort Bonn gerne für Sie. Aufgrund jahrelanger Erfahrung im Arbeitsrecht und entsprechenden Erfolgen vor zahlreichen Arbeitsgerichten, sehen wir uns als kompetenter Partner für Kündigungsschutz.

Allgemeiner und besonderer Kündigungsschutz

Zusätzlich zum allgemeinen Kündigungsschutz, besteht ein besonderer Kündigungsschutz für einige Arbeitnehmer. Das bedeutet, dass der Gesetzgeber für diese Arbeitnehmer einen stärkeren Schutz vor einer Kündigung vorsieht. Arbeitnehmer, die einen besonderen Kündigungsschutz genießen sind vorrangig Schwangere, Schwerbehinderte oder Mitglieder des Betriebsrates.

Erfahrene Rechtsanwälte in Bonn für besonderen Kündigungsschutz

Arbeitnehmer, die unter den besonderen Kündigungsschutz fallen, können sich außerordentlich gegen eine Kündigung wehren. So steht vor einer Kündigung nicht nur das Anhören des Betriebsrates, sondern die Zustimmung durch das Integrationsamt. Wird ein Antrag auf Kündigung des entsprechenden Mitarbeiters beim Integrationsamt nicht gestellt, kann die Kündigung nicht wirksam ausgesprochen werden. Im Falle einer Zustimmung des Antrags ist die Kündigung ferner dennoch nicht automatisch wirksam. Danach greift hier der allgemeine Kündigungsschutz im Rahmen des Kündigungsschutzgesetzes.

Bei Schwangeren besteht darüber hinaus das sog. Mutterschutzgesetz. Nach § 9 Abs. 1, Satz 1 gelten hier noch einmal besondere Regelungen zur Kündigung. Unwirksam sind Kündigung während und bis zu vier Monaten nach der Schwangerschaft und Entbindung des Kindes, wenn der Arbeitgeber von der Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt wurde. Wurde der Arbeitgeber nicht über die Schwangerschaft informiert, besteht das Recht dies bis zu zwei Wochen nach Erhalt der Kündigung nachzuholen.

Neben Schwerbehinderten und Schwangeren profitieren auch Betriebsräte und andere Arbeitnehmervertreter von einem besonderen Kündigungsschutz. Gemäß § 15 des KSchG können diese nur außerordentliche unter bestimmten Auflagen gekündigt werden.

Kanzlei Mingers & Kreuzer in Bonn kämpft gegen Ihre Kündigung

Wenn auch Arbeitnehmer in Kleinbetrieben nicht unter den allgemeinen oder besonderen Kündigungsschutz fallen, sind sie dennoch nicht rechtlos im Falle einer Kündigung. Bei Mitarbeitern von Kleinbetrieben mit einer Arbeitnehmerzahl von unter zehn Personen, müssen zunächst geltende Kündigungsfristen beachtet und eingehalten werden. Darüber hinaus ist gegenüber ein Maß an sozialer Rücksichtnahme vor Ausspruch der Kündigung zu gewährleisten. Das heißt, Kündigungen von Mitarbeitern dürfen in diesem Fall nicht gegen den Grundsatz von Treu und Glaube (gemäß § 242 BGB) verstoßen.

Rechtsanwälte in Bonn beraten zum Kündigungsschutz

Haben Sie gerade eine Kündigung erhalten, raten wir zunächst Ruhe zu bewahren. Der erste Gang bei Erhalt eines Kündigungsschreibens sollte der zum Anwalt sein. An unseren Standorten Bonn, Köln, Jülich sowie Hückelhoven empfangen wir Sie bei Problemen wegen einer Kündigung gerne. Unser Fokus liegt vor allem auf einer umfassenden und verständlichen Beratung zur Kündigung, ihrer Wirksamkeit sowie möglichen Risiken oder Erfolgsaussichten beim Kündigungsschutzprozess und erläutern Ihnen, welche Rechte Sie dank Kündigungsschutz geltend machen können. Essentiell nach Erhalt der Kündigung ist geltende Fristen zu beachten. Denn Sie haben gerade einmal drei Wochen nach Zugang des Schreibens, um eine sog. Kündigungsschutzklage anzustreben. Vor dem zuständigen Arbeitsgericht sind Sie zudem dazu verpflichtet die Kündigung zu belegen.

Es kommt vor, dass Arbeitgeber zwecks Abfindungen o.ä. sog. Aufhebungsverträge an zu kündigende Mitarbeiter versenden. Wir raten Ihnen nichts zu unterschreiben, was Sie nicht vorher anwaltlich haben prüfen lassen. Gerade in Aufhebungsverträgen können böse Überraschungen lauern und sollten unbedingt fachlich durch unsere Anwälte in Bonn analysiert werden. Wirft man Ihnen eine Straftat vor und kündigt daraufhin verhaltensbedingt, sollten Sie nicht ohne eine vorherige juristische Einschätzungen Geständnisse ablegen. Hierbei handelt es sich meist um Druckmittel des Arbeitgebers. Es gilt hier nichts zu überstürzen und sich von unseren Rechtsanwälten an einem unserer Kanzleistandorte ausführlich aufklären und beraten zu lassen.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Arbeitsrecht und im Umgang mit dem Kündigungsschutz unterstützen wir Sie kompetent und ohne dabei die menschliche Komponente außer Acht zu lassen. Unsere Rechtsanwälte in Bonn und an weiteren Standorte beraten zu Sperrzeiten, Fristen, Abfindungen und Abläufen vor Arbeitsgerichten und vertreten Sie bundesweit vor dem Arbeitgeber.

 

Büro Bonn

Mingers & Kreuzer
Markt 10 – 12
53111 Bonn

info@mingers-kreuzer.de

0228 / 184 969 42

Ja, bitte informieren Sie mich kostenlos und unverbindlich

*erforderlich Hinweise zum Datenschutz