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Das hat VW sich wohl etwas einfacher vorgestellt: Im November 2015 gab VW bekannt das ein einfaches Update von 30 Minuten sämtliche Autos, deren Abgassystem manipuliert wurde, wieder sauber machen würde. Kunden und Experten waren verständlicherweise stark verwundert über diese Methode.

Schnelle Lösung von VW auch die effektivste?

 

Das Verkehrsministerium schien nicht besonders skeptisch gegenüber den Maßnahmen von VW, hatte schließlich der Bundesverkehrsminister Dobrindt genau diese Lösung mit dem Konzern gemeinsam ausgearbeitet. In Fachkreisen zeigte man sich darüber mit Bedenken.

Laut internen Quellen soll diese vergleichsweise kostengünstige Lösung (100 Euro pro Update) das Abgasproblem nicht beheben. Die neue Software soll mit Installation einige Abschalteinrichtungen installieren, die einen hohen Stickoxidausstoß im Straßenverkehr begünstigen sollen. In Ausnahmefällen können solche Einrichtungen erlaubt sein. Laut Kraftfahrtbundesamt wurden die installierten Abschalteinrichtungen als zulässig eingestuft und verstoßen daher nicht gegen geltendes EU-Recht. Das KBA verweigert jedoch jegliche Stellungnahme und verweist an das ihm übergeordnete Verkehrsministerium. Dieses wiederum drückt sein Vertrauen gegenüber dem KBA aus.

Die von VW vorgesehenen Stickoxidwerte, die in einem Dokument aus dem Jahr 2015 niedergeschrieben sind, lassen darauf schließen, dass der Konzern von Anfang an keine drastische Senkung der Stickoxidwerte durch das Software-Update vorgesehen hatte.

Auf Anfrage des ZDF gibt VW bekannt, dass nach dem Software-Update sämtliche gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden würden. Alle technisch notwendigen Maßnahmen seien damit ergriffen worden.

Dobrindt weiterhin unter Druck

 

Durch diese neuen Enthüllungen steht der Verkehrsminister Dobrindt nun erneut unter Druck. Ungünstiger kann der Zeitpunkt kaum sein, bedenkt man, dass er so oder so in Kritik geraten ist aufgrund der generellen Handhabung des Dieselskandals. Oppositionelle werfen ihm vor, dass er die Autoindustrie schützen würde und die Gesundheit der Allgemeinheit hinten anstellen würde. Wie sich seine Position weiterhin entwickelt, bleibt abzuwarten.

 

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