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Nach dem Diesel-Gipfel: VW reagiert auf die drohenden Fahrverbote für schmutzige Diesel mit einer satten Abwrackprämie für Umsteiger. Kunden können nunmehr für Ihre alten Diesel-Fahrzeuge eine Abwrackprämie, die sog. Umstiegsprämie, vom Wolfsburger Autobauer bekommen.

Je nach Art des neu gewählten Antriebs, z.B. Gas, Elektro oder Hybrid, können Ihnen beim Erwerb eines Neuwagens bis zu 10.000 Euro winken.

Die Umstiegsprämie soll Anreiz sein, seinen Alten gegen einen Wagen mit neuerer, vermeintlich umweltfreundlicherer Technologie auszutauschen. Der Diesel-Gipfel verdeutlichte noch einmal, dass eine Umrüstung mittels Software-Update kaum den gewünschten Erfolg sauberer Abgase halten könne und zudem viel zu teuer sei. — Die Umstiegsprämie von VW war geboren.

VW und die Umstiegsprämie: Sonderzulage im Rechts-Check

Die Prämie gilt nur für Alt-Fahrzeuge der Abgasnormen Euro-1 bis Euro-4 und betrifft nicht die vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge mit Euro-5. Geschädigte der Dieselaffäre stehen damit weiter im Regen.

Ferner ist das Angebot bis Ende des Jahres befristet und VW wird es damit nur im eigenen Interesse schaffen, die mit Euro-6-Norm ausgestatteten Fahrzeuge zu verkaufen. Angesichts der Unsicherheit, die der VW Dieselskandal ausgelöst hat, waren die Käufer sehr zurückhaltend und viele Fahrzeuge stehen schlicht und ergreifend auf Halde. Diese kann VW dann mittels Anreiz der Abwrackprämie doch noch verkaufen.

Zum Ende des Jahres gilt aber schon die neue Euro-6d-Norm: Im Klartext bedeutet das, dass die Fahrzeuge, die nun erworben werden, dann auch nicht auf dem neuesten technischen Stand sind.

Generell lässt sich daher feststellen, dass es VW weder um die vom Skandal geschädigten Kunden geht, noch um die Umwelt. Vielmehr geht es darum noch möglichst viele Diesel mit Euro-6-Norm zu verkaufen und den Rückgang der bisherigen Verkäufe nach Bekanntwerden des Dieselskandals zu kompensieren. Das Ganze im Glanz einer Sonderzulage beim Umstieg auf umweltfreundlichere Wagen.

Ein Überblick: Das bekommen Sie mit der Umstiegsprämie

Neben der Abhängigkeit vom Antrieb des neuen Wagens, staffelt sich die Umstiegsprämie auch nach Modell. Je kleiner der Wagen, desto geringer die Prämienzahlung. Voraussetzung für die Auszahlung ist selbstverständlich die Verschrottung Ihres alten Diesel-Fahrzeugs (Euro-4 und niedriger).

So bekommen VW Kunden bspw. beim Erwerb eines Up! gerade einmal 2.000 Euro Prämie, beim Kauf eines Golfs oder Tiguans erhalten Sie etwa 5.000 Euro. Lohnenswert ist die Umstiegsprämie bei den großen Geländewagen: Der Touareg bspw. bringt satte 10.000 Euro.
Neben der Umstiegsprämie lockt VW seine Kunden zusätzlich mit einer Zukunftsprämie für Wagen mit Hybrid-, Elektro- oder Erdgasantrieb. Hier können zwischen 1.000 und 2.380 Euro zusätzlich zur staatlichen Kaufprämie ausgezahlt werden.

Nicht nur VW ködert über die Prämienzahlungen: Auch die Tochterkonzerne Audi und Porsche bieten Sonderzahlungen beim Erwerb eines neuen Modells. — So erhalten Kunden bei Porsche beim Kauf eines neuen SUVs einen Preisnachlass von bis zu 5.000 Euro auf den Kaufpreis. Audi gewährt ebenso wie VW eine Prämie bis zu 10.000 Euro beim Umstieg auf ein neueres Modell.

Vor und während des Diesel-Gipfels hatten bereits Daimler, Ford und BMW entsprechende Prämien vorgestellt. Weitere Autobauer ziehen womöglich mit einer Umstiegs- und/oder Zukunftsprämie nach. — Diese Aktion wird auch nicht verhindern, dass Dieselfahrer unter Umständen ab kommendem Jahr mit Fahrverboten in Städten und Gemeinden zu rechnen haben, selbst wenn sie die Euro-6-Norm erfüllen.↓

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Betroffen im Abgasskandal? Mit Mingers & Kreuzer zum Erfolg

Während VW, Audi & Co. mit Prämien um sich werfen, um Kunden zu halten, könnte für Betroffene im Abgasskandal eine Musterfeststellungsklage für etwas Bewegung sorgen. Derzeit müssen alle Geschädigten im VW Skandal bzw. in der Abgasaffäre einzeln klagen. Ein sog. Musterfeststellungsklage könnte hier bereits entscheidende Vorfragen, bspw. ob ein Software-Update als Mangel zu bewerten ist, gerichtlich klären. — Eine verbindliche Aussage bzw. ein Urteil hätte zumindest Signalwirkung für Millionen Geschädigte, die erwägen gegen ihren Autobauer zu klagen.

So wäre eine Rechtsklarheit geschaffen, dennoch würden konkrete Einzelfall-Fragen selbst prozessual zu klären sein. Ob eine deutsche Variante der US-amerikanischen Sammelklage allerdings möglich ist, scheint derzeit nicht klar zu beantworten.

Wenn auch Sie betroffen sind vom VW Abgasskandal, ist anwaltlicher Rat unabdingbar. Aufgrund der immer neuen Informationen ist es für Rechts-Laien kaum möglich den Überblick zu behalten. — Wir von der Kanzlei Mingers & Kreuzer bieten Ihnen in einem ersten Schritt eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung. In einem zweiten Schritt können wir gemeinsam mögliche rechtliche Schritte besprechen sowie Erfolgschancen und Risiken bewerten. Aktuell vertreten wir hunderte Geschädigte im Abgasskandal bundesweit und helfen betroffenen Kunden ihre Rechte und Ansprüche geltend zu machen!