Goldene Regeln für Karneval -und der Party steht nichts mehr im Weg!

Bild: Joseph Sohm/ shutterstock.com

Sind Weiberfastnacht, Rosenmontag und Faschingsdienstag Feiertage?

 

Weiberfastnacht, Rosenmontag und der Faschingsdienstag als beliebte Tage an Karneval sind in Deutschland nirgendwo gesetzliche Feiertage. Einen Anspruch auf Freistellung –sei sie bezahlt oder unbezahlt- gibt es daher grundsätzlich nicht. Etwas anderes kann aber dann gelten, wenn ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung eine solche vorsieht. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, einen derartigen Anspruch aus einer so genannten betrieblichen Übung herzuleiten. Dafür muss der Arbeitgeber in regelmäßiger Wiederholung (zumeist mehrere Jahre in Folge) eine entsprechende Leistung an Karneval gewährt haben. Gegebenenfalls kann eine betriebliche Übung aber unter Vorbehalt stehen und deshalb keine Geltung mehr haben. Arbeitnehmer müssen also abgesehen der einschlägigen Ausnahmen Urlaub beantragen.

 

Darf man Karneval kostümiert Autofahren?

 

Grundsätzlich muss man sich auch in der Karnevalszeit an die geltende Straßenverkehrsordnung halten. Das heißt, dass man weder sich, noch andere Personen durch seine Kostümierung gefährden darf. Konkret dürfen Sicht, Gehör und Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden. Damit sollte man auf Masken oder übergroße Brillen besser verzichten. Hingegen sind Perücken oder Mützen am Steuer durchaus erlaubt. Aber Vorsicht: Sollte das Kostüm beim Autofahren behindern und es kommt zum Unfall, zahlt die Versicherung unter Umständen wegen grober Fahrlässigkeit nicht.

 

Ist das Kostümieren und Feiern an Karneval auch im Büro erlaubt?

 

Nicht selten kommt es vor, dass Arbeitnehmer an Karneval kostümiert am Arbeitsplatz erscheinen. Ob das erlaubt ist, hängt entscheidend von dem jeweiligen Beruf und den Gepflogenheiten der Branche ab. Solange die unternehmerischen Interessen nicht beeinträchtigt werden, ist gegen eine Kostümierung nichts einzuwenden. Etwas anderes gilt aber dann, wenn der Arbeitgeber zum Beispiel wegen verschiedener Kundenkontakte einen bestimmten Dresscode verlangen kann. Als Folge kommt eine Abmahnung in Betracht.

 

Dürfen Feier-Fotos von Karneval im Netz veröffentlich werden?

 

Es gilt der allgemeine Grundsatz: Sobald Fotos von Personen im Netz hochgeladen werden sollen, muss deren Zustimmung vorher eingeholt werden. Anderenfalls wird das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt. Etwas anderes kann nur dann gelten, wenn es sich um Bilder einer Versammlung wie dem Rosenmontagszug handelt. Bei einer privaten Feier ist das aber nicht der Fall.

 

Katerstimmung am Aschermittwoch – ist krank melden erlaubt?

 

Grundsätzlich ist Aschermittwoch ein Arbeitstag wie jeder andere. Damit ist auch eine Krankmeldung erlaubt. Es ist auch irrelevant, ob Sie sich zum Beispiel bei der Karnevalsfeier erkältet haben. Der Arbeitgeber muss weiterzahlen. Man spricht gemeinhin von einer unverschuldeten Arbeitsunfähigkeit – auch wenn es gerade an Aschermittwoch nicht immer den besten Eindruck hinterlässt.

 

Karneval 2018 – Das ändert sich in diesem Jahr für Jecke. Eine 3-Punkte-Checkliste

 

Damit Karnevalisten die Übersicht behalten, haben wir für die Fünfte Jahreszeit eine 3-Punkte-Checkliste zusammengestellt, auf was Sie 2018 beim Feiern und rund um die jecken Tage beachten sollten.

  • Sog. “Anscheinwaffen” sind nicht erlaubt: Natürlich muss kein Ritter ohne sein Schwert feiern, jedoch sind sog. Anscheinwaffen, d.h. solche, die täuschend echt aussehen, gem. § 42a Waffengesetz nicht mitgeführt werden (hier drohen bis 10.000 Euro Strafe bei Zuwiderhandlung)
  • Es gilt ein sog. Vermummungsverbot in der Öffentlichkeit: Gem. § 17a Versammlungsgesetz Abs. 2 muss das Gesicht wahrnehmbar sein, sodass die Identität einwandfrei zu erkennen ist. Selbst das Mitführen von Masken zur Vermummung, die aufgesetzt werden können entsprechen einer Ordnungswidrigkeit. Hier drohen bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Geldstrafen
  • Wildpinkeln ist kein Kavaliersdelikt: Wer seine Notdurft außerhalb einer Toilette verrichtet und dabei erwischt wird, zahlt, und zwar nicht zu knapp. Verwarn- oder Bußgelder liegen zwischen 35 und 5.000 Euro.

Weitere aktuelle Rechtsnews finden Sie auch auf unserem Blog sowie auf unserem You-Tube-Kanal. Schauen Sie doch mal vorbei.