Kündigung – Wann habe ich das Recht auf eine Abfindung?

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Der Irrglaube, dass Arbeitnehmern grundsätzlich im Falle einer Kündigung eine Abfindung zusteht, ist leider weit verbreitet und sorgt oftmals für ein bitteres Erwachen. Doch wann genau steht Arbeitnehmern überhaupt eine derartige Zahlung zu? – Wir klären auf!

 

Die Abfindung ist grundsätzlich eine einmalige Zahlung, die den Verlust der Arbeitsstelle kompensieren soll. Ein allgemeiner Anspruch auf eine Abfindung existiert jedoch prinzipiell nicht. Es gibt allerdings Fälle, in denen sich Arbeitnehmer durchaus Hoffnungen machen dürfen.

 

 

Sozialplan oder Tarifvertrag

 

Falls ein Sozialplan, der mit dem Betriebsrat ausgehandelt wurde, oder ein Tarifvertrag vorliegt und dieser die Zahlung einer Abfindung vorsieht, muss der Arbeitgeber diese Zahlung auch leisten.

 

 

Betriebsbedingte Kündigung

 

Wenn es sich um eine betriebsbedingte Kündigung handelt, muss diese schriftlich mit dringlichen Gründen belegt werden. Beschreibt der Arbeitgeber nun innerhalb der Kündigung eine Abfindungsleistung in Höhe von einem halben Bruttomonatsgehalt pro Anstellungsjahr, solange der Arbeitnehmer auf rechtliche Schritte gegen die Kündigung verzichtet, besteht ein Anspruch auf eine Abfindung. Vorausgesetzt: Es wird tatsächlich auf die Kündigungsschutzklage verzichtet und die dreiwöchige Klagefrist verstreicht. Beliebt sind derartige Klauseln bei Arbeitgebern, da die Gerichte bei einem Erfolg des Arbeitnehmers in einem längeren Verfahren oftmals eine Nachzahlung für die Zeit in der nicht gearbeitet wurde vorsehen.

 

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Fehlverhalten des Arbeitgebers. Wird also beispielsweise im Rahmen einer Entlassungswelle der Betriebsrat nicht ausreichend beteiligt, können Arbeitnehmer den Nachteilsausgleich nach dem Betriebsverfassungsgesetzes nutzen.

 

 

Aufhebungsvertrag

 

Zwar besitzt der Arbeitnehmer auch bei einem Aufhebungsvertrag keinerlei Ansprüche in Bezug auf eine Abfindung, allerdings könnte der Arbeitgeber diese dennoch anbieten. So würde der Ausstieg planbarer und schneller vollzogen werden. Besonders interessant wird diese Option für den Arbeitnehmer, wenn bereits eine neue Anstellung in Aussicht steht. Der Vorteil des Arbeitgebers liegt hier in dem geringeren Risiko einer Klage, wenn der Mitarbeiter den Vertrag, sowie die Abfindung akzeptiert.

 

Achtung: Sollte der Arbeitnehmer noch keinen neuen Job sicher in der Tasche haben, könnte dem Arbeitnehmer eine zwölfwöchige Sperrfrist des Arbeitslosengeldes auferlegt werden. Um dies zu verhindern, muss in den Dokumenten zwingend festgehalten werden, dass die Aufhebung auf Bestreben des Arbeitgebers erfolgt ist. Darüber hinaus muss der Mitarbeiter die Kündigungsfrist für das Beendigungsfatum beachten.

 

 

Abfindung2Go

 

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