Thomas-Cook Insolvenz: Sind Pauschalreisen überhaupt noch sicher?

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Die Pauschalreise ist bei Reisenden stets beliebt, insbesondere weil sie als zuverlässig und sicher gilt. Dennoch hat die Thomas-Cook-Pleite bei vielen Urlaubern Spuren hinterlassen. Somit stellt sich die Frage: Wie sicher sind Pauschalreisen überhaupt noch?

 

 

Versäumnis der Regierung

 

Wenn man Aussagen wichtiger Personen der Branchen Glauben schenken mag, so hat das Image der Pauschalreise durch die Thomas-Cook-Pleite keinen nennenswerten Schaden genommen. Demnach sei die Reiseform weiterhin die sicherste Art der Reise. Die Schuld, dass den Urlaubern zunächst finanzielle Verluste drohten, trägt wohl die Bundesregierung. Diese habe die Insolvenzabsicherung auf 110 Millionen Euro begrenzt, was in diesem Fall nicht ausreicht. Nun muss der Steuerzahler herhalten, da der Staat für die Differenz aufkommen muss. Lediglich bei sechs weiteren Unternehmen würde es ebenfalls zu Schwierigkeiten kommen, weshalb die Absicherung für diese Veranstalter momentan überarbeitet wird.

 

 

Reiseform: Kundenabsicherung nicht entscheidend

 

Die Wahl der Reiseform ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei Betroffenen der Thomas-Cook-Insolvenz wäre eine Pauschalreise aufgrund des Sicherungsscheines sicherlich von Vorteil gewesen, da das Unternehmen grundsätzlich eine alternative Reisemöglichkeit zur Verfügung stellen muss. Allerdings ist die Absicherung laut Experten nicht der ausschlaggebende Aspekt für die Wahl. Vielmehr geht es hier um den Komfort, da die Organisation in der Regel vom Veranstalter durchgeführt wird. Darüber hinaus besitzen Reisende stets einen Ansprechpartner.

 

Darüber hinaus können Urlauber bei Reisemängeln direkt beim Veranstalter vorstellig werden und besitzen die Möglichkeit, diesen vor einem deutschen Gericht zu belangen. Individualreisende müssten in solchen Fällen direkt gegen das Hotel oder die Airline vorgehen, was im Ausland durchaus schwierig werden könnte.

 

 

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