Online-Casinos: Ist das Glückspiel im Internet überhaupt legal?
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Bild: pedrosala / Shutterstock.com

 

Der Online-Casino-Markt wächst stetig. Experten erwarten im Jahr 2025 einen Jahresumsatz um 70 Milliarden Euro. Doch ist diese Art des Glückspiels überhaupt erlaubt? 

 

 

Online-Casino-Geschäft boomt

 

Allein in Deutschland sind wohl mindestens 1000 Internetseiten für Spieler erreichbar. Im Jahr 2017 erwirtschafteten derartige Anbieter rund 1,76 Milliarden Euro. Neben Sportwetten gibt es für Spieler die Möglichkeit, die typischen Casino-Spiele zu spielen, wie beispielsweise Poker, Black Jack, Roulette oder die gewöhnlichen Slotmaschinen.

 

Der Markt des Online-Glücksspiels wächst immer weiter. Grund dafür ist der große Vorteil, das große Angebot jederzeit und ortsunabhängig zu nutzen. Darüber hinaus gibt es im Gegensatz zu gewöhnlichen Casinos oft kein Einsatzlimit und ein lukratives Startguthaben. Die hohen Verdienstmöglichkeiten ziehen aber leider auch einige unseriöse Anbieter an.

 

 

Sind Online-Casinos erlaubt?

 

In Deutschland sind Online-Casinos grundsätzlich verboten, da Glücksspiel nur unter staatlicher Aufsicht genutzt werden darf. Auf Internetseiten darf somit nur mit Spielgeld an derartigen Spielen teilgenommen werden.

 

Lizenzen für ein legales Glücksspiel im Internet gibt es derzeit nur in Schleswig-Holstein. Diese Regelung läuft noch bis Juni 2021. Anbieter weichen daher oft auf die Länder Malta, Gibraltar oder Isle of Man aus. Mit den Lizenzen aus diesen Ländern ist das Online-Glücksspielangebot in Deutschland nach EU-Recht zulässig. Mit dem Nutzen der Casinos bewegen sich Spieler allerdings in einer rechtlichen Grauzone.

 

Ein Klarheit schaffender Glücksspielstaatsvertrag wird frühestens im Jahr 2021 erwartet.

 

 

Ist das Spielen von Online-Casinos erlaubt?

 

Mit einer strafrechtlichen Verfolgung müssen Spieler wohl in der Regel nicht rechnen. Zwar gibt es eine theoretische Möglichkeit, allerdings bewegen sich Anbieter durch das EU-Recht prinzipiell im legalen Bereich, weshalb ein Verfahren äußerst unwahrscheinlich ist.

 

Spieler könnten jedoch in Schwierigkeiten kommen, falls ein Gewinn nicht versteuert wird. Hier könnte der Staat eingreifen und ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung einleiten.

 

 

Seriöse Anbieter: Wie erkenne ich sie?

 

Es gibt einige Indizien, die Rückschlüsse darauf ziehen lassen, dass ein Anbieter seriös ist:

 

  • Anbieter müssen eine gültige EU-Lizenz, wie beispielsweise die Malta Gaming Authority (MGA) besitzen. Liegt diese nicht vor, sollte dieser Anbieter gemieden werden.
  • Online-Verifizierungssystem stellen sicher, dass Spieler über 18 Jahre alt sind. Seriöse Anbieter sollten den Jugendschutz einhalten.
  • Seriöse Anbieter sollten zudem stets erreichbar sein, also einen Kundenservice oder ähnliche Kontaktmöglichkeiten besitzen.
  • Angebotene Spiele sollten zudem von den führenden Software-Herstellern stammen. Als Beispiel wären hier Merkur, Novoline oder Bally Wulff zu nennen.
  • Darüber hinaus sollten die AGBs verständlich sein und Informationen über Auszahlungen beinhalten.
  • Zuletzt sollten die eingesetzten Zahlungsmöglichkeiten überprüft werden und ob hierbei Rückbuchungen möglich wären.

 

 

Bei weiteren Fragen zum Thema “Online-Casino”, wenden Sie sich an die Kanzlei Mingers & Kreuzer! Wir beraten Sie gerne. Erreichen können Sie uns unter der Telefonnummer 02461/ 8081 oder dem Kontaktformular auf unserer Website. Weitere Rechtsnews finden Sie in unserem Blog oder YouTube-Channel.

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