Sommer- oder Winterreifen? So sieht Ihr smarter Radwechsel aus!
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Bild: Photology1971 / Shutterstock.com

 

 

Für Winter- und Sommerreifen lautet die Faustregel: Von O bis O. Das bedeutet im Klaren, dass Sie mit Ihren Winterreifen von Oktober bis Ostern und mit Ihren Sommerreifen von Ostern bis Oktober fahren. Dementsprechend ist es jetzt wieder Zeit für einen Radwechsel. Aber darf man eigentlich auch noch mit Winterreifen durch den Sommer fahren? Oder gibt es eine gesetzliche Sommerreifen-Pflicht? Im Folgenden geben wir Ihnen die wichtigsten Infos.

 

 

 

 

Der bekannte Mythos: Reifenpflicht

 

Vorab sollten Sie eine Sache wissen: Eine gesetzlich verankerte Sommerreifen-Pflicht existiert nicht. Ebenso gibt es auch keine Pflicht, die besagt, dass Sie in der kalten Jahreszeit auf Winterreifen umrüsten müssen. Das Gesetz kennt also keinen vorgeschriebenen Zeitraum, in welchem eine bestimmte Reifenart zu verwenden ist!

Unsere Straßenverkehrsordnung setzt nur fest, dass Sie mit Winterreifen fahren müssen, wenn das Wetter es bedingt. Das heißt, bei Glatteis, Schnee und Schneematsch sowie Reifglätte. Sollten Sie trotz dieser Bedingungen auf Sommerreifen unterwegs sein, gibt es einen Punkt in Flensburg und Bußgelder ab 60 Euro.
Im Gegensatz dazu gibt es solche Strafen für die Nutzung von Winterreifen im Sommer nicht. Wichtig: Dennoch müssen Sie zu jeder Jahreszeit darauf achten, dass Sie Ihr Fahrzeug den Bedingungen entsprechend führen!

 

 

 

 

Winterreifen im Sommer – Was hat es damit auf sich?

 

Wie bereits erwähnt, gibt es keine gesetzliche Regelung für das Aufziehen von Winter- oder Sommerreifen. Winterreifen sind jedoch aus viel weicherem Material als Sommerreifen, damit sie auf den kalten und glatten Straße für einen guten Halt sorgen. Bei höheren Temperaturen aber kann die Gummimischung der Winterreifen nicht ausreichend Bremskräfte übertragen. Folglich wird der Bremsweg länger und die Fahrstabilität verringert.
Auch Testberichte vom Reifenhersteller Fulda zum Beispiel zeigen solche Ergebnisse: Mit einer Winterbereifung bei 20 Grad Celsius legt ein Auto schon einen längeren Bremsweg von mehreren Metern zurück!

Seien Sie dementsprechend bei hohem Tempo sehr vorsichtig. Und zwar nicht wegen eines Bußgeldes, sondern wegen Ihrer Versicherung: Bei einem Unfall könnte diese Ihnen eine Mitschuld geben und zumindest einen Teil der Leistungen kürzen.
Tatsächlich kann man dem aber auch entgegenwirken: Kfz-Versicherungen abzuschließen, bei denen die Versicherung auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet, empfiehlt sich ohnehin.

 

 

 

 

Verschleiß und hoher Spritverbrauch!

 

Nichtsdestotrotz wird es für Sie eine teure Angelegenheit, im Sommer noch mit Winterreifen unterwegs zu sein! Steigen die Temperaturen in die Höhe, so ist das weiche Gummi sehr schnell abgefahren. Der Reifen verschleißt also viel schneller, weil das Profil im Nu heruntergefahren ist. Außerdem verschmutzt der dadurch entstehende Abrieb unsere Umwelt. Und Achten Sie auch darauf: Der Spritverbrauch ist ebenfalls höher, wenn Sie bei warmen Temperaturen auf Winterreifen fahren.

Fazit: Sollten Sie auf einen Radwechsel, der zweimal im Jahr vonstatten gehen sollte, verzichten wollen, dann rüsten Sie im besten Fall auf Ganzjahresreifen um! Mit diesen haben Sie es wesentlich einfacher und verstoßen auch nicht gegen irgendwelche Vorschriften.

 

 

 

 

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. Erreichen können Sie uns telefonisch unter der Nummer 02461-8081 und per Mail unter info@mingers-kreuzer.de. Weitere interessante und aktuelle News finden Sie täglich auf unserem Blog.